Sarleinsbach

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Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer zu Besuch in Sarleinsbach

18.10.2016

Zahlreiche Besucher bei der Jahreshauptversammlung des Sozialsprengels Oberes Mühlviertel


Max Wiederseder (Obmann SOM), Dr. Elisabeth Guld (SOM), Maria Ruttmann (Elisabeth-Preisträgerin), Bischof Dr. Manfred Scheuer

Es ist schon ziemlich lange her, dass der Saal beim Kirchenwirt in Sarleinsbach so gerammelt voll war. Noch beeindruckender sind jedoch die Leistungen, welche die mehr als 250 freiwilligen Mitarbeiter des Sozialsprengel Oberes Mühlviertel (SOM) für ihre Mitmenschen Tag für Tag vollbringen.

 

2015 wurden mehr als 22.000 warme Mahlzeiten zugestellt. Ebenso bemerkenswert: Zeit schenken – im letzten Jahr mehr als 10.000 Stunden für mehr Menschlichkeit! Das sind nur zwei zentrale Bereiche. Wert des Lebens, MS – Club, Integration, Pflegende Angehörige – der SOM bietet viele Angebote, welche an Bedeutung gewinnen. Wie sagte doch eine Besucherin: „Wenn es den SOM nicht gäbe – man müsste ihn erfinden!“

 

Elisabeth Preis – Vorbilder vor den Vorhang

 

Der Elisabethpreis 2016 wurde unter den Schwerpunkt „Stille HelferInnen“ gestellt. Weil ganz bewusst keine Wertung vorgenommen wurde, beschritt man ganz neue Wege – der Elisabeth Preis 2016 wurde unter den Nominierten verlost!

Stellvertretend für viele stille HelferInnen übernahm Maria Ruttmann aus Altenfelden die Auszeichnung!

„Während ich meine Tochter von der Arbeit abholte, verunglückte mein Mann in der Scheune tödlich. Statt gemeinsam im Wald zu arbeiten war nun das Begräbnis zu organisieren. Ich war verzweifelt, konnte keine klaren Gedanken fassen, total fertig“, erzählt Maria Ruttmann. Zurück bleiben vier minderjährige Kinder, Michaela, die jüngste, seit Geburt stark beeinträchtigt. Sie braucht rund um die Uhr Betreuung. Die Schwiegereltern sind beide über 80 Jahre alt, seit einiger Zeit weiß Maria auch wie sich Demenz in der Praxis anfühlt….  Alle Besucher waren sich einig – Maria Ruttmann ist eine würdige Preisträgerin!

 

 

Eine Gesellschaft ohne Ehrenamt ist unvorstellbar

Zur Frage der Bedeutung von freiwilligen, ehrenamtlichen Engagement lud Obm. Max Wiederseder zu einem kleinem Experiment ein: „Nehmen sie den Veranstaltungskalender ihrer Gemeinde und streichen sie alle Veranstaltungen, wo freiwillige bzw. ehrenamtliche MA maßgeblich beteiligt sind!“ Dann wird es sehr, sehr ruhig in der Gemeinde oder Pfarre!

Auch der Festredner Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer kam schnell zum entscheidenden Punkt und stellte unmissverständlich klar, dass eine Gesellschaft ohne Ehrenamt unvorstellbar ist. „Das freiwillige Ehrenamt ist jener Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“,  so seine klare Botschaft.

 

 

Max Wiederseder

Obmann Sozialsprengel

 

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