Sarleinsbach

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Klimawandel trifft Gemeinde

20.10.2016

GemeindeverterterInnen aus Sarleinsbach, Peilstein, Lembach, Kleinzell und Kirchberg befassen sich mit Lösungen, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels schon heute und langfristig zu vermeiden


Workshop im Gemeindesaal

Der Klimawandel ist kein Zukunftsszenario mehr - er findet bereits heute statt! In Österreich stieg seit dem 19. Jahrhundert die durchschnittliche Jahrestemperatur um rund 2 °C an. Die Auswirkungen dieser Erwärmung zeigen sich von Region zu Region unterschiedlich.

GemeindeverterterInnen aus Sarleinsbach, Peilstein, Lembach, Kleinzell und Kirchberg sind der Einladung des LEADER Geschäftsführers Dipl. Ing. Klaus Diendorfer gefolgt und haben sich am 12. Oktober 2016 bei einer Abendveranstaltung gemeinsam mit zwei Vertreterinnen des Umweltbundesamts Wien mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt. „Das hohe Interesse am Workshop in unserer Region zeigt, es ist etwas im Gange“, so Dipl. Ing. Klaus Diendorfer vom LEADER Büro von Donau-Böhmerwald.

Nach einer Präsentation über die schon zu beobachteten und noch zukünftig möglichen Auswirkungen des Klimawandels durch Frau Dipl. Ing. Andrea Prutsch vom Umweltbundesamt wurden die TeilnehmerInnen eingeladen, sich mit der konkreten Klimasituation in der Region Donau-Böhmerwald zu befassen. Die GemeindevertreterInnen stellten fest, dass die Folgen des Klimawandels auch schon heute in der Region zu spüren sind. So bringt starke Trockenheit die Land- und Forstwirtschaft in manchen Jahren in Bedrängnis, vor allem auch durch vermehrten Schädlingsdruck. Lokale Starkniederschläge verursachen an der Straßeninfrastruktur immer wieder massive Schäden und bringen das Kanalnetz an ihre Grenzen. Aktives und auch vorausschauendes Handeln sind gefragt, um Veränderungen im Zuge des Klimawandels zu erkennen, Klimarisiken zu vermindern und teure Fehlentscheidungen zu vermeiden.

 

Wie aber die Chancen des Klimawandels nutzen und die negativen Folgen vermeiden?

Frau Dr. Maria Balas vom Umweltbundesamt leitete die Diskussion, um erste Lösungen zum besseren Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu finden. Es stellte sich heraus, dass die Gemeinden in der Region schon heute auf die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels reagieren und aktiv Maßnahmen zur Vermeidung der negativen Folgen setzen. „Uns beeindruckt, wie lange sich die Region schon mit einer zukunftsfähigen Lebensweise beschäftigt. Mit dieser Veranstaltung wurde nun ein erster Schritt gesetzt, um vorausschauend die zukünftigen Klimarisiken zu entschärfen und die hohe Lebensqualität in Zeiten des Klimawandels zu erhalten“. „Nach diesem Testlauf mit einigen Gemeinden werde ich das Thema an den Vorstand unserer Region Donau-Böhmerwald herantragen. Es sind verschiedene Szenarien denkbar, wie wir uns hier in unserer Region Klima-Fit machen“, so Dipl. Ing. Klaus Diendorfer vom LEADER Büro abschließend.

Diese Veranstaltung fand im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Klimawandel statt, bei dem Unterstützungsmaterialien für Gemeinden zur Vermeidung von Schäden durch Klimawandelfolgen erarbeitet werden. Das Projekt wird vom Umweltbundesamt Wien geleitet und durch Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert.