Sarleinsbach

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Fairtrade und Regionalität

31.05.2017

Veranstaltungsreihe 2017 des Vereins Lebensraum Donau-Ameisberg


Willi Hopfner und Josef Kasper vom Verein Lebensraum Donau-Ameisberg

 

Seit der Vereinsgründung vor 5 Jahren hat sich im Verein “Lebensraum Donau-Ameisberg“ einiges getan. Waren es anfänglich hauptsächlich Veranstaltungen rund um das Thema Energie, so haben sich die Betätigungsfelder auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit schnell vergrößert. Seit 2 Jahren widmet sich nun der Verein dem Schwerpunkt “Regionalität trifft auf FAIRTRADE“.

 

Der Verein legt großen Wert auf regionale, faire und biologische Produkte, damit auch regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt werden. Deshalb will der Verein in der Region Aufklärungsarbeit zum Thema “FAIRTRADE & REGIONALITÄT“ leisten und die bereits bestehenden Strukturen unterstützen bzw. ausbauen. Es soll die Nachfrage nach fair produzierten Produkten gesteigert und das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten erweitert werden. Dadurch werden auch die Lebensbedingungen von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in anderen Ländern verbessert und die hiesige Bevölkerung für die dringenden Anliegen der Menschen des Globalen Südens sensibilisiert.

 

Auch heuer hat der Verein wieder drei Veranstaltungen zu diesem Thema abgehalten:

 

 

8. April: Kabarett

Mit seinem FAIRTRADE-Kabarett „“Weltenbummlen“ zeigt Georg Bauernfeind in seinem humorvollen und gleichzeitig berührenden Abendprogramm seine verschiedenen Sichten auf die globalisierte Welt.

 

6. Mai: Modeschau

Zum dritten Mal stand heuer die “Fair Tragen Modeschau“ am Programm und eine beachtliche Anzahl an Ausstellern haben zusätzlich zur Kleidung auch Naturkosmetik und fair produzierten Schmuck angeboten. Die Kleidung wurde von Models aus der Region gekonnt präsentiert. Erstmals haben auch Personen mit Beeinträchtigung daran teilgenommen, was vom Publikum sehr positiv empfunden wurde.

Ca. 400 Personen haben diese Veranstaltung besucht!

 

 

7. Mai: Tag der Nachhaltigkeit

Der “Tag der Nachhaltigkeit“ am 7. Mai stand dann ganz im Zeichen der E-Mobilität. Vom E-Fahrrad bis zum Elektroauto, von der PV-Anlage bis zu den Stromspeichermöglichkeiten in den eigenen vier Wänden gab es viel zu bestaunen und zu erfahren. Der Vortrag der Fa. Kreisel aus Freistadt bot Einblick in die neuesten Batterietechnologien. Für das leibliche Wohl sorgten verschiedenste Bio-Produzenten aus der Region.

Mit mehr als 1000 Besuchern, die zu dieser „Leistungsschau“ gekommen sind, sind wir als Veranstalter sehr zufrieden!

 

 

Neben den 8 Mitgliedsgemeinden des Vereins (Hofkirchen, Hörbich, Kollerschlag, Lembach, Niederkappel, Oberkappel, Pfarrkirchen, Sarleinsbach) ist auch Putzleinsdorf als Mitglied der Fairtrade-Region Mitveranstalter.

 

 

Margot Haderer erhält Nachhaltigkeitspreis 2017

 

Am „Tag der Nachhaltigkeit“ (7. Mai) wurde vom Verein „Lebensraum Donau-Ameisberg“ der Nachhaltigkeitspreis zum siebentenmal vergeben. Dieser Preis wird alljährlich an Personen verliehen, die durch ihr nachhaltiges Denken und Handeln herausragende und beispielgebende Leistungen erbracht haben.

 

Inspiriert durch Kunden, wie z.B. Eva Kehrer u. Maria Winkler hat sich die Preisträgerin vor rund 25 Jahren auf die Vermarktung einiger Bio-Lebensmittel im Kaufhaus Haderer, die von Biobauern in der Region produziert wurden, eingelassen.  

So wurden die ersten Bio-Produkte wie z.B. Joghurt von der Fam. Ammerstorfer, Mairing, Butter vom Seyrl-Bau´n, Pfarrkirchen und Brot von Mauracher, Sarleinsbach angeboten.

Sie hat auch den Versuch gemacht, Biomilch von der Fam. Habringer, Niederkappel über den sogenannten „Milchboy“ - das ist ein Milchautomat - zu verkaufen. Das Bewusstsein der Kunden für Bioqualität war noch nicht ausreichend vorhanden, daher musste diese kundenfreundliche Einkaufmöglichkeit wieder eingestellt werden, da sie mit diesem Pilotprojekt damals der Zeit weit voraus war.

In weiterer Folge hat sie im Kaufhaus eine regionale „Bioecke“ eingerichtet. Durch das intensive Beschäftigen mit dem „Biobereich“ und gestärkt durch Kundengespräche hat sich ihre Lebenseinstellung in Bezug auf gesunde und chemisch unbehandelt Lebensmittel gefestigt.

Mit dem Wechsel von der Verkäuferin zur Gastwirtin hat sie die Möglichkeit gehabt die damals vorhandenen Bioprodukte selbst zu verarbeiten und ihren Gästen zu servieren.

Sie wurde anfangs teilweise nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von ihrer Familie belächelt.

Sie hat sich von ihrer Einstellung aber nicht abbringen lassen, ganz im Gegenteil, sie hat ihr Biolebensmittelangebot erweitert.

Im Jahr 2011 wurde das Gasthaus endlich als Bio-Betrieb zertifiziert. Diese Auszeichnung besagt, dass dieser Betrieb Biolebensmittel verarbeitet und einen zusätzlichen Schwerpunkt auf  Regionalität und Saisonalität legt.  

Weiters wurde sie 2011 auch Partner der Bioregion Mühlviertel. Seither ist der Betrieb in seinem Bestreben ständig gewachsen. Durch Rückmeldungen von den Gästen wurden die Einstellung und das Handeln der Preisträgerin gestärkt und gefestigt.

Im Jahr 2010 wurde dieses Vorzeige-Gasthaus mit dem Fair-trade-Gütesiegel ausgezeichnet und 2016 zum Slow-food-Lokal ernannt.

Basierend auf den Grundwerten von Slow-food bietet die innovative Gastwirtin ein maßvolles Frühstück der besonderen Art für ihre Gäste an. Ausführliche Erklärungen in Bezug auf die Herstellung, Zubereitung und die Auswahl der Lebensmittel durch die Gastwirtin, beinhaltet dieses Frühstück. Durch diese Besonderheiten entstehen wertvolle und angeregte Gespräche in angenehmer Atmosphäre.

Unserer Preisträgerin ist es sehr wichtig, dass auch ihre Mitarbeiter dieses Gedankengut mit Begeisterung in ihren Arbeitsalltag einbringen.

Sie ist bis zum heutigen Zeitpunkt felsenfest davon überzeugt, dass ihre Betriebsphilosophie der richtige Weg war und ist.

Der Vorstand vom Verein „Lebensraum Donau-Ameisberg ist daher überzeugt, dass diese Einstellung und diese besonderes herausragende Lebensweise unserer Lembacher Gastwirtin ein Vorbild in der Gemeinde und in der Region ist.

Margot Haderer dafür auszuzeichnen, dass sie den Gedanken der Nachhaltigkeit zum Wohle der Mensch und zum Schutze der Umwelt auch umsetzt, ist mehr als verdient!

Wir gratulieren dazu nochmals ganz herzlich!